INITIATIV­KOMMUNEN

In Deutschland hängen Bildungs­chancen immer noch stark von der sozialen Herkunft ab. Will man daran etwas ändern, muss man auch die Familien stärker in den Blick nehmen. Denn insbesondere im Grund­schul­alter ist der Einfluss von Eltern auf den Lern­erfolg erheblich.

Für die zehn Initiativ­kommunen, die sich 2019 zur „Initiative Familien­grund­schul­zentren NRW“ zusammengeschlossen haben, sind Familien­grund­schul­zentren ein Schlüssel, um die Bildungs­chancen von Kindern, insbesondere in sozio­ökonomisch herausfordernden Kontexten, zu verbessern. Sie haben sich mit Unter­stützung der Wübben Stiftung und der Auridis Stiftung zusammengeschlossen, um Erfahrungen und Wissen zu teilen und sich gegen­seitig zu unterstützen. Vorraus­gegangen war ein Modell­projekt in Gelsenkirchen. Dort entstand 2014 im Rahmen einer Entwicklungs­partner­schaft zwischen der Stadt Gelsenkirchen und der Wübben Stiftung das erste Familien­grund­schul­zentrum in Nordrhein-Westfalen.

Inzwischen sind 16 Kommunen Teil der Initiative. Darunter sind Kommunen, die bereits vor Jahren ihr erstes Familien­grund­schul­zentrum etabliert haben und mittlerweile mehrere Familien­grund­schul­zentren vor Ort begleiten, aber auch Kommunen, die gerade mit den ersten konzeptionellen Überlegungen beginnen, ob und wie ein Familien­grund­schul­zentrum bei ihnen aufgebaut werden könnte. Es sind kreis­freie Kommunen wie Aachen, Dortmund und Duisburg dabei, genauso wie eher ländlich geprägte, kreis­angehörige Kommunen wie Kreuztal. Die Unterschiede zwischen den Kommunen scheinen auf den ersten Blick groß, aber es bewegen sie ähnliche Fragen:

  • Wie gestaltet man den Prozess rund um den Aufbau eines neuen Familiengrundschulzentrums bestmöglich?

  • Wen gilt es wann mit ins Boot holen und zu beteiligen?

  • Welche (kommunalen) Strukturen sind als Rahmung notwendig und sinnvoll?

  • Wie findet man den geeigneten Standort und welche Kriterien zieht man dazu heran?

  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

  • Wie schafft man die Verstetigung eines Familiengrundschulzentrums in der Kommune?

  • Wie gestaltet man als Kommune den Austausch mit und zwischen mehreren Standorten?

  • Wie kann man die Qualität der Angebote sicherstellen?

Über diese und ähnliche Fragen tauschen sich die Kommunen im Rahmen eines interkommunalen Austausches regelmäßig aus, teilen gelungene Ansätze und Ideen und erhalten bedarfsorientierte fachliche Impulse und Unterstützung. Die Leistungen der Initiative für Initiativkommunen finden Sie hier. Im Folgenden stellen wir Ihnen die 16 Kommunen der „Initiative Familiengrundschulzentren NRW“ vor.

DIESE KOMMUNEN SIND DABEI

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